Schlagwort-Archive: Grafikadventures

The Serpent’s Star

Screenshoot, Titel Atari 800(XL) Version

Es ist vollbracht! Am 12.12.2010 um 13:27 habe ich das Ding durchgezockt! Tja, ist schon komisch. Habe es auf meinem Atari 800XL x- mal gespielt, fand es extrem schwierig.

Eine Karte ist in der Mache. Ich weiß, im Gegensatz zu „Transylvania“ gibt es für den „Schlangenstern“ Karten an jeder URL, aber, es macht einfach Spass!

Die Geschichte
Der schon aus dem Vorgänger, "The Mask of The Sun", bekannte Abenteurer "Mac Steele" sucht in Tibet den berühmten Edelstein "The Serpent's Star". Die Handlung  besteht im wesentlichen aus zwei Teilen. Erstens: Man muss das Kloster finden, in welchem der Edelstein vermutet wird und zweitens: Man muss dort den Edelstein dann  finden. Im Internet und wohl auch in der zeitgenösischen Werbung zum Spiel finden sich viele Hinweise, dass die Lösung nur gelingt, wenn man sich in Fernöstlicher Philosopie auskennt. Das stimmt, da man auf einige der Rätsel im Spiel selbst nicht vorbereitet wird und nur durch etwas Allgemeinbildung in dem vorgenannten weiterkommt.

Grafik
Bei dem Spiel handelt es sich um ein klassisches Text- / Grafik Adventure. Das heißt: Oben Grafik, unten der Text. Schon zeitgenössische Reportagen wägten das  für und wieder fein ab. Reine Textadventures, also viel Platz für Text auf dem Bildschirm als auch im Speicher, um die Situation so eingehend wie möglich zu beschreiben und so eine dichte Atmosphäre zu erzeugen (Vorbild war hier das Buch). Oder viel  Grafik welche dann hier, anstelle des Textes, für die nötige Atmosphäre sorgte und ein bischen Text der den Rest beschrieb. Die Lager waren streng getrennt, man mochte entweder das eine oder das andere.

Meine Meinung: Mit der damaligen Technik war es einigermaßen schwer mittels einer mehr oder weniger guten grafischen Darstellung die nötige Atmosphäre zu erzeugen. Im vorliegenden Fall ist dies aber gut gelungen. Die Bilder sind zwar entsprechend den technischen Möglichkeiten auf dem Atari beschränkt, aber in einem realistischen Stil gezeichnet. Man kauft dem Spiel ab, das man sich in Tibet bewegt. Also, Daumen hoch! Der Text zu den Bildern ist, wie schon gesagt, entsprechend dürftig (dazu später mehr).

Screenshoot aus der Atari 800(XL) Version

Für die Techniker unter uns: Auf dem Atari kommt wohl der Grafikmodus 15 zur Anwendung. Das heißt, ca. 320 Pixel in X und ich glaube 160 Pixel in Y- Richtung, bei 3 Farben (man möge mich korrigieren). Durch die gekonnte Rasterung wird versucht mehr Farben darzustellen, als eigentlich möglich waren. Wer auf einem Emulator Spielt, bemerkt den Effekt nicht. Hier sind die Grenzen zwischen den einzelnen Bildpunkten einfach zu scharf. Auf einem alten TV allerdings, verschwimmen diese und die Grafik wirkt durch gekonnte Ausnutzung dieses Umstandes lebendiger. Ein Bild benötigt in dieser Auflösung immerhin 6,4 kB auf dem Bildschirm. Man bedenke, das auf eine Diskettenseite rund 128 kB gepasst haben. Man man kann sich leicht  ausrechnen wie viele Bilder auf die vier Diskettenseiten gepasst haben, auf welchen das Spielche ausgeliefert wurde. Ich bitte weiter zu bedenken, dass teilweise bewegte Grafik zum Einsatz kam (das heißt, es wurden ab und an 2 Bilder in den Speicher geladen, zwischen welchen dann mittels der „Page – Flipping Technik“ schnell gewechselt wurde und Bewegung zu suggerieren). Ich werde das irgendwann mal noch näher beleuchten.

Parser

Nur Soviel: Im Vergleich zu “ Transylvania“ viel besser. Die Feinheiten stelle ich noch dar. So ist es z.B. möglich Aktionen durch Kommata zu trennen. Des Weiteren denkt der Parser mit. Beispiel: Man gibt ein „up“ und der Parser fragt: „which door, left or right“, so braucht man nur noch „left“ oder „right“ und nicht nochmal komplett „up, left“ eingeben. Schon dieses kleine Feature läßt das Spiel flüssiger wirken als andere, welche dazu nicht in der Lage sind. Doll! Klar, mit nem‘ Infocom Spiel kann der Parser nicht konkurrieren, aber er ist schon richtig gut und es kommt kein Frust auf.

Extras

Vergessene Funktionen

  • Die Eingabe „quick travel“ lässt die „Filmsequenzen“ zwischen den einzelnen Etappen entfallen.
  • Im Labyrinth „stat“ eingeben und man kann sehen in welche Richtung man blickt und wo man ist. Diese Funktion diente den Programmieren offensichtlich zum Debuggen des Spieles.

Spielstände

Hier zwei Spielstände („Atari Win Plus“ Emulator“, „Save State Datei“. Das „.pdf“ im Spielstand bitte löschen. Musste dran, weil „WordPress“  nur bestimmte Endungen zulässt). Zum herunterladen bitte rechtsklick und „Speichern unter wählen“:

1_2_pre Finale.a8s

  • Hier befindet man sich vor der geöffneten Tür zum „Drachenzimmer“. Von hier aus kann man sich das gesamte Finale anschauen, inklusive der Fragestunde des Jadedrachen.

1_1_Finale.a8s

  • Der Schluss! Anschauen und genießen.
Advertisements