Archiv der Kategorie: Hardware

Joe Decuir

Antic, the Atari 8- Bit Podcast hat ein Interview mit Joe Decuir, Mitentwickler der Hardware der Atari 400/ 800 Computer, veröffentlicht [1]. Das Interview fand im Rahmen der Portland Retro Gaming Expo statt. geführt hat es Kevin Savez.

Ich habe ca. 1984 meinen ersten Computer bekommen, es war ein Atari 600 XL mit 16 Kilobyte Speicherkapazität. Später bin ich auf seinen großen Bruder, den 800 XL umgestiegen. Der hatte dann schon ganz 64 Kilobyte. Die XL– Reihe war die zweite Generation 8- Bit Maschinen die Atari auf den Markt gebracht hat. Betriebssystem und Hardware entsprachen weitgehend der ersten Generation, dem Atari 400 beziehungsweise dem Atari 800.

Wenn man sich heutzutage die Leistungswerte dieser Historischen Modelle anschaut, dann kann man sich eigentlich nur wundern, was man damit angefangen hat. Mir selbst ist aber mit den Jahren klar geworden, dass Atari mit dem 400/ 800, Ende der 1970er Jahre eine überragende Hardware mit einem extrem eleganten Betriebssystem auf den Markt gebracht hat. Im Interview wird das angesprochen und der historische Kontext hergestellt. Mitbewerber um den Konsumenten waren unter Anderem die Modelle der Firma Apple ][, der TRS 80 und der Commodore PET. Gegenüber den letzteren bot Atari Farbgrafik und echten Sound (von den drei genannten hatte wenigstens der Apple ][ Farbgrafik mit einer annehmbaren Bildschirmauflösung, es fehlte aber an der umfangreichen Hardware Unterstützung die der Atari bot). Im Interview wird dazu betont, dass die Erfahrungen aus der Entwicklung der Arcade- Maschinen von Atari mit in die Hardware der kleinen Computer eingeflossen ist. Als Beispiel wird das Hardware- Scrolling genannt. Zur vertikalen oder horizontalen Bewegung des Bildschirminhaltes muss nicht der gerammt Bildschirmspeicher geändert werden, sondern nur ein Hardware Register (für das Fein- Scrolling) und der Zeiger auf den Bildspeicher im RAM. Das geht extrem schnell und sorgt für butterweiches, Pixel– beziehungsweise Color- Clock* Genaus Scrolling.

Neben dem Interview wurden noch die auf dem Internet Archive veröffentlichen Design Dokumente von Joe Decuir verlinkt. Was möchte man mehr?

[1] Antic, the Atari 8- Bit Podcast: Special Episode, Atari 800 Series, 40 Years.
[2] Joe Decuir. Engineering Notebook 1977(Internet Archive).
[3] Joe Decuir. Engineering Notebook 1978 (Internet Archive).

*Color Clock: Ein Pixel hat eine bestimmte Höhe und eine bestimmte Breite. Auf modernen Geräten wird die Größe eines Pixels durch die Auflösung des Bildschirms bestimmt. Auf einem Röhren- Monitor ist ein Pixel etwas das vom Raum und der Zeit abhängt. Auf einem Röhren Monitor wird das Bild zeilenweise Aufgebaut. Der Elektronenstrahl beginnt oben Links, läuft Zeile für Zeile über den Schirm (ähnlich wie der Druckkopf eines Tintenstrahldruckers) und beginnt das Selbe Spiel von vorne, wenn er die rechte, untere Ecke erreicht hat. Die Höhe eines Pixels wird durch die Physische Höhe einer Bildschirmzeile – also der Höhe des Elektronenstrahles selbst -festgelegt, die Breite von der Zeit die man dem Elektronenstrahl gibt einen bestimmten Teil der Bildschirmzeile auf seinem horizontalen Weg einzufärben. Die minimale Breite eines Color- Clocks und damit die höchste horizontale Auflösung, hängt davon ab, wie schnell die Information Strahl ein/ Strahl aus an die Hardware gesendet werden kann. Je mehr Zeit dafür verbraucht wird, desto breiter wird der sichtbare Bildpunkt. Daher Color (Farbe) und Clock (Uhr bzw. Takt).


Parallele Datenübertragung

…über den Joystick Port des guten, alten Atari 800XL.

Hardware zur Datenübertragung zwischen den alten Atari 8Bit- Computern und aktueller Hardware gibt es schon zu genüge. Ich selbst nenne zum Beispiel das SIO2USB des ABBUC mein eigen. Aber, ich bin nun einmal ein kleiner Kontroll- Freak und möchte was eigenes machen. Hier erst einmal ein paar Gedanken zu Beginn meines kleinen Projektes:

Die Idee: Die Joystick- Ports des Atari können neben der Dateneingabe (über den namensgebenden Joystick- Port) auch auf Ausgabe geschaltet werden. Je Port können so 4 Datenleitungen, insgesamt also 8 Stück zur Ausgabe genutzt werden.

Scematic_Paralell_Interface

Blockschaltbild. 4 Daten- und 3 Kontrollleitungen der fertigen Schaltung.

Ich möchte die 4 Datenleitungen des Port A (die 4 Richtung- „Pins“ des Joysticks) zur Datenübertragung nutzen. Der Trigger (Feuerknopf)- Eingang ist eine Kontrollleitung über die der Empfänger signalisiert „Ich habe 4 Bits empfangen, sende mir die nächsten…“. Von Port B brauche ich zwei weitere Kontrollleitungen als Ausgabe. Leitung 1 signalisiert dem Empfänger, dass Daten anliegen: „bitte hole die ab“. Leitung 2 signalisiert dem Empfänger schließlich das die Datenübertragung beendet ist.

Scematic_1_Bit_Sender

Schaltplan: 1- Bit senden. Einfache Machbarkeits- Studie zum Bockschaltbild.

Daten und Kontrollleitungen werden mit einem Teenys 2.0 (Arduino) verbunden. Über den USB- Anschluss des Teensy  wird eine Serielle Verbindung aufgebaut der die mein Atari mit meine Mac kommuniziert.

 

Screen Shot 2019-04-13 at 1.09.16 AM

6502- Assembler Source Code (Atari Assembler Editor). Schaltet die LED in der Schaltung wechselnd an oder ab indem der Digital- In des Teenys 2.0 auf Low (=0=LED an) und High (=1=LED aus) gezogen wird. Die Software im Teenys gibt den Ein-/ Ausschaltbefehl an die LED.

 

 

 


int const LED_PIN=PIN_B0;
int const IN_PIN=PIN_B1;

void setup() {
pinMode(LED_PIN,OUTPUT);
digitalWrite(LED_PIN,LOW);
pinMode(IN_PIN,INPUT_PULLUP);
}

void loop() {

int pinState;
pinState=digitalRead(IN_PIN);
if (pinState==LOW)
digitalWrite(LED_PIN,HIGH);
else
digitalWrite(LED_PIN,LOW);

digitalWrite(LED_PIN,LOW);
Serial.println(pinState);
}

C- Source- Code in Arduino Studio. Wichtig: Wenn „Low“ gelesen wurde, dann heist das, dass der Atari eine ‚1‘ gesendet hat, die Leitung also auf High liegt.


Mikrocomputer selbst gebaut

Das Buch habe ich mir Heute über Amazon eingekauft. Auf dieser Seite kann man es als PDF- bekommen. Viel Spass beim Löten.


Apollo Guidance Computer

Der Retro Computing Round Table Podcast (RCR) hat in seinem Blogeintrag zur Folge 182 eine Video Playlist (YouTube) veröffentlicht, die die Reperatur/ Konservierung des oben genannten Computers dokumentiert.

Eingabe Einheit/ Benutzer Schnittstelle des Apollo Guidance Computers. Identische Einheiten wurden in der Apollo Kapsel und in der Mondlandefähre genutzt. Der eigendliche Computer ist nicht zu sehen. Über die Eingabe eines Zahlncode- Paares (Verb, Noun) konnten die Austronauten dem Computer mitteilen, was der machen sollte. Quelle: WikiPedia/ Public Domain.

Links:

RCR- Podcast Folge 182

Direkt- Link zur YouTube Playlist

Die Links habe ich zuletzt am 8.1.2019 getestet.


Mac SE

Ich beschreiben und sammle hier die aus meiner Sicht besten Ausgangspunkte für eigene Recherchen zum Thema Datenübertragung zwischen der Modernen PC/ Macwelt und den Äpfeln<1990, speziell dem Macintosh SE

Was man hier nicht finden wird ist eine detailierte, eigene und von mir getestete Lösung zu diesem Thema. Der Grund ist, weil ich noch keine gefunden habe die für mich funktioniert. Alle hier verlinkte Quellen geben mehr oder weniger deutlich zu verstehen das man eine Boot Diskette für den Mac 128k/ Mac SE mit einem modernen PC oder Mac nicht erstellen kann, schlicht weil das Physische Format einer 800kB DD Diskette damit nicht les- oder beschreibbar ist. Eine Lösung die zeigt wie man zwischen einem Atari ST und einem modernen Mac Daten via Floppy austauschen kann, findet sich hier im Blog.

Mein vorläufiges Fazit: Man lässt sich die benötigten Disketten am besten von jemandem geben der einen Mac 128k/ Mac SE besitzt. Falls  man noch keinen alten Mac hat, dann sollte man sich einen „moderneren“Mac SE  beschaffen (nahe dem Produktionsende, Ende 1990). Die haben unter Umständen schon 1,44 MB HD Laufwerke eingebaut (Apple bezeichnetet diese Laufwerke als Superdrive). Damit könnte es möglich sein Daten per Diskette mit moderner Hardware auszutauschen, weil Apple bei der Einführung dieser Laufwerke genau das möglich machen wollte. Welche älteren Disketten Formate sich mit einem neuen Mac via USB Floppy lesen/ schreiben lassen wird im folgenden Beitrag genau analysiert und erklärt (das Fazit dort ist aber das Selbe wie ich es hier bereits gezogen habe):

http://lowendmac.com/2016/floppy-disk-compatibility-and-incompatibility-in-the-mac-world/

Status der Verlinkung: Links ohne Angaben zum letzten Aufruf Datum, wurden zuletzt am 2.7.2017 getestet. Bei allen anderen steht’s dabei.


Nützliche Links zum Anfangen:
http://www.ccadams.org/se/
Meine Startseite für den Einstieg in die Welt der Classic Mac’s. Enthält links zu vielen Seiten die hier gelistet sind, fasst vieles daraus zusammen und gliedert es sehr gut.

Boot Disk machen:
http://lowendmac.com/2008/creating-classic-mac-boot-floppies-in-os-x/
Ultimativ! Zeigt wie man mit dem linuxoiden „dd“ Kommando eine Boot- fähige Diskette erstellt.

sudo dd if=~/Desktop/AMIND\ FOREVER\ VOYAGING of=/dev/disk2 bs=84 skip=1

 
http://www.ccadams.org/se/boot.
Umfangreiche Beschreibung. Fast vieles vom dem Zusammen was sich sonst verstreut in Foren oder an anderer Stelle im Netz findet (und erst einmal gefunden werden will!)

http://home.earthlink.net/~gamba2/system6.html
Where to get 800k Floppy’s ?

https://www.fenestrated.net/mac/SysReview/#6.0.8
Which system is right for my 68k Mac?

Trouble Shooter und FAQ’s
http://myoldmac.net/FAQ/allgemeines.htm
Ist die einzige Seite in Deutscher Sprache, die hier verlinkt ist.

Software
http://lowendmac.com/2013/mac-software-links/

Handbücher und technische Dokumentation:
https://www.manualslib.com/manual/1030621/Apple-Macintosh-Se-30.html#manual
Handbuch für den Mac SE/30

http://www.ccadams.org/se/MacSEservice.pdf
Detaillierte Beschreibung zur Fehler Identifikation und Behehebung.

Hard Disk nachrüsten oder durch eine SD Karte ersetzen

https://duxbridge.wordpress.com/2012/01/15/creating-ssd-for-my-macintosh-se30/ 

Dort wird beschrieben wie man mittels IDE zu SCSI Adapter seinem Mac SE eine ssd- Festplatte spendiert. Man findet dort weitere Links zu Seiten auf denen diese Hardware Kombination näher beschrieben wird. Diese Lösung scheint recht teuer! Hier die Angebote aus der elektronischen Bucht.

Links in diesem Abschnitt: Stand 4.11.2o17

Foren
https://68kmla.org/forums/


Computer für Apollo

Letzter Aufruf: 31.8.2015


6502 Fundgrube

Über den „Visual 6502“ zur Geschichte des Chips bis zum offiziellen Handbuch dazu von MOS:

  • Visual Transistor- level Simulation
    Muss man gesehen haben, Digitale Archäologie schaut genau so aus!
    Unter „Links“ finden sich ein Unmenge an Info’s zur Entwicklungsgeschichte des 6502.
  • 6502 Org
    Alles was das Herz begehrt…. Bücher, Schaltpläne……..