Archiv der Kategorie: Daten Konservieren

Atari Disk- Formate, ein für alle mal…

… für mich! Eingehend beschrieben wurden die Formate der Atari Disketten und der DOS’e schon oft. Sei es in zeitgenössischen Büchern oder hier und da im WWW. Ausschlaggebend für mich diesen Artikel zu schreiben war, dass ich zwar viel über das Thema gelesen habe, bis jetzt aber nicht in der Lage war das ganze zusammenhängend, kurz und knackig wiederzugeben. Diesen Versuch will ich jetzt einmal wagen……

Grundlagen

Das erste weit verbreitete DOS für die Atari Computer war nach DOS 1.0 die Version 2.0. Diese DOS– Version war auch bekannt unter der Bezeichnung DOS 2.0s. Das ’s‘ steht für Single Density. Dos 2.0 – bzw. DOS 2.0s ist der kleinste gemeinsame Nenner für alle DOS 2.x  Versionen und ist vollkommen aufwärtskompatibel, zum Beispiel zu DOS 2.5.

DOS- System Disk, Dateien:
DOS.SYS: Das Dateiverwaltungssystem und der Gerätetreiber (‚D:‘) der das Laufwerk von Atari- Basic aus ansprechbar macht. Das Dateiverwaltungssystem (FMS= Filemanagementsystem) aktuallisiert das Inhaltsverzeichniss beim Speichern und dem Löschen von Dateien. Es markiert die zur Datei gehörenden Sektoren als belegt oder frei und berechnet den belegten/ freien Speicherplatz auf der Diskette.

DUP.SYS: Disketten Hilfsprogramm (Disk Utility Package). Ein Menü geführtes Programm mit dem sich Dateien  Löschen, umbenenen, schütze lassen und das weitere Funktionn bietet, die vom Atari- Basic aus nicht zugänglich sind.

Lesen, Schreiben und Löschen sind im Kern Aufgaben die das FMS des DOS ausführt. Im Folgenden wird FMS als Synonym für „…das FMS des DOS…“ verwendet. Wenn im Folgenden vom DOS oder dem FMS gesprochen wird, dann sind damit alle DOS 2.x Versionen gemeint. Die konkrete Verison wird nur dort genannt, wo die Unterscheidung wichtig wird.

 

 

Ein kurzer Hinweis zu DOS 1.0: Es bestand nur aus der DOS.SYS. Darin enthalten waren das das Disk- Utility- Package und der Gerätetreiber ‚D:‘. Beides wurde permanent im Speicher gehalten. Basic Programme bleiben beim Aufruf des DOS erhalten.

Physische Disketten- Formate

Das Physische Disketten Format meint die tatsächlich von der Hardware des Laufwerkes produzierte Einteilung der Diskette. Die Einteilung schaut grundsätzlich so aus:

Screen Shot 2018-11-24 at 9.27.58 PM

Physische Einteilung einer Diskette in Tracks
Sektoren/ Track
Bytes/ Sektor

Dabei bezieht sich die schon erwähnte density (Schreibdichte)  auf die Anzahl der Bytes die man in einen Sektor packen kann. Die Bezeichnung ist im Grunde eine Relativ Angabe. So ergibt sich eine „doppelte Schreibdichte“, wenn man zwei Formate, nennen sie A und B , miteinander vergleicht und dabei die Anzahl der Tracks und die der Sektoren je Track gleich lässt, dem Format B aber die doppelte Anzahl Bytes je Sektor spendiert. Für die Laufwerke der Firma Atari werden drei Schreibdichten unterschieden:

  • Single Density (einfache Schreibdichte)
  • Enhanched Density (erweiterte Schreibdichte)
  • Double Density (Doppelte Schreibdichte)

Das erste für den Atari Computer verfügbar Laufwerk war die 810. Das konnte Disketten mit einfacher Schreibdichte formatieren, lesen und beschreiben. Die Disketten hatten rund 90 kB Speicherkapazität.

Der Nachfolger, die 1050 konnte zusätzlich Diskette mit erweiterter Schreibdichte formatieren. Damit hatte ein Diskette rund 130 kB Speicherkapazität. Der Begriff der Erweiterten Schreibdichte wurde verwendet, weil man hier einfach die Anzahl der Sektoren verdoppelt hat, die Menge der Bytes je Sektor aber die Selbe blieb wie bei den Disketten mit einfacher Schreibdichte.

Das letzte von der Firma Atari für ihre 8- Bit Computer gelieferte Laufwerk war die XF551. Dieses Laufwerk konnte Disketten in Double Density formatieren. Dabei konnten beide Seiten der Diskette genutzt werden (ohne die Diskette zu drehen), je Seite waren rund 180 kB Speicherkapazität, insgesamt also 360 kB möglich. Man  spricht bei diesem Format auch von „echter doppelter Schreibdichte“ weil hier im Vergleich zur einfachen Schreibdichte 256 Bytes je Sektor geschrieben werden und die Anzahl der Sektoren identisch mit der einfachen Schreibdichte ist.

 

 

 

Bei der Angabe der Speicherkapazität ist es wichtig zwischen der formatierten und der unformatieren Speichekapazität zu unterscheiden. Die oben angebenden Kapazitäten beziehen sich auf das was die Hardware des Laufwerkes, theoretisch zulässt. Wenn man Dateien geordnet ablegen möchte, dann muss man die, ganz ähnlich wie in einer Datenbank, organisieren. Ein Dateiverzeichniss wird benötigt damit man seine Daten wieder findet (das Directory). Dann mus dafür gesorgt werden das beim ablegen von neuen Daten die bereits vorhandenen nicht einfach überschrieben werden und,  sollte es nicht möglich sein größere Dateien an einem Stück, in aufeinanderfolgenden Sektoren, abzulegen, dann müssen die Sektoren miteinander verkettet werden.

Das Dateiverzeichniss, die Belegung der Sektoren, die Zuordnung der Sektoren zu den Dateien und die Information wie die Sektoren miteinander verkettet sind,  müssen als Information auf der Diskette gespeichert werden. Das benötigt Speicherplatz der den Nutzbaren Platz reduziert.

Details zum Aufbau des Atari DOS finden sich hier: Inside Atari DOS.

Wenn im Folgenden vom Roh- Format geschrieben wird, dann ist die unformatierte Diskette, ohne DOS gemeint.

Roh- Formate

Alle folgenden Angaben zur Speicherkapazität beziehen sich auf das Roh- Format (ohne Dos).

Single density
40 Tracks, 18 Sektoren je Track mit 128 Bytes/ Sektor. => 92.160 Bytes Speicherkapazität

Enhanched Density
40 Tracks, 26 Sektoren je Track mit 128 Bytes/ Sektor => 133.120 Bytes Speicherkapazität

Double Density
40 Tracks, 18 Sektoren je Track mit 256 Bytes/ Sektor => 184.320 Bytes Speicherkapazität

Ein (unter Umständen nützlicher) Fehler

Ein dokumentierter Fehler im FMS (File Management System) des DOS 2.0, führt dazu, dass Sektor 720 vom FMS nicht beschrieben werden Kann. Grund:

  • Das Laufwerk nummeriert die Sektoren so: 1 bis 720
  • Das FMS nummeriert die Sektoren so: 0 bis 719

Für das Lauwerk ist Sektor 0 nicht vorhanden. Er wird vom FMS deshalb als belegt markiert. Sektor 720 gibt es für das FMS nicht. Er kann deshalb vom FMS nicht beschrieben werden. Physisch ist dieser Sektor aber da  und man könnte ihn für eigene Zwecke nutzen.

Bei der Entwicklung des DOS 2.5 hat man diesen Fehler ganz bewusst nicht behoben, weil man verhindern wollte, dass alte Disketten, auf denen der Sektor 720 von findigen Nutzern für Erweiterungen genutzt wurde, unbrauchbar werden.

Formate im Detail

Das FMS des DOS 2.0 organisiert die Disketten so:

  • Sektor    0
    Für das Laufwerk nicht ansprechbar, wird als belegt gekennzeichnet.
  • Sektor    1 – 3
    Boot- Sektoren.
  • Sektor    360
    VTOC= Volume Tabel of Contents
  • Sektoren  361 – 368
    Dateiverzeichnis
  • Sektor    720
    Für das FMS nicht ansprechbar und deshalb nich existent.

Das FMS des DOS 2.5 macht das so:

  • Sektor    0
    Für das Laufwerk nicht ansprechbar, wird als belegt gekennzeichnet.
  • Sektor    1 – 3
    Boot- Sektoren.
  • Sektor    360
    VTOC= Volume Tabel of Contents
  • Sektoren  361 – 368
    Dateiverzeichnis
  • Sektor    720
    Wird vom FMS als belegt gekennzeichnet (Atari hat vielleicht vermutet, das dieser Sektor von Anwendern genutzt wurde und man wollte zur Wahrung der Kompatipilität verhindern, dass DOS 2.5 den überschreibt).
  • Sektoren  721 – 1023
    Zusätzliche Daten- Sektoren
  • Sektor    1024
    VTOC2
  • Sektoren  1025 – 1040
    Vom FMS nicht addressierbar wegen der Beschränkung der Sektornummer auf 10 Bit.

Die Strukturen der Boot- Sektoren und der Sektoren für das Dateiverzeichniss werden hier nicht weiter berachtet.

Den Aufbau eines Datensektors muss man zum weiteren Verständnis der sogenannten VTOC  kennen:

  • Bytes    0 – 124
    Datenbytes
  • Byte     125
    Die 6 oberen Bits enthalten die Dateinummer (Zahlenbereich 0 bis 64).
    Die Folgendne 2 Bits sind die Oberen Bits für die Nummer des folgenden Sektors.
  • Byte     126
    Die unteren 8 Bit der Nummer des folgenden Sektors.
  • Byte     127
    Anzahl der Datenbytes im Sektor. Normalerweise 125. Wenn es der letzte Sektor einer Datei ist, dann 0.

Die VTOC (Volume Table of Contents)

Frei übersetzt  heist VTOC in etwa „Belegungs Tabelle der Inhalte“. Das funktioniert so: Wenn eine Datei geschrieben wird, dann werden ihre Daten auf Sektoren verteilt. Jeder Datensektor zeigt auf den nächsten. Wenn der nächste Sektor 0 ist, dann ist das Dateiende erreicht. Der Name der Datei und der erste Sektor werden – ergänzt um einige Statusinformationen – im Dateiverzeichniss abgelegt. Die Sektoren, die durch die Datei belegt werden, werden in der VTOC gekennzeichnet und der übrig gebliebene Speicherplatz auf der Diskette dort aktuallisiert und gespeichert. Jedes mal wenn eine Neue Datei abgelegt wird, prüft das FMS anhand der VTOC ob noch Platz ist und sucht sich dort die freien Sektoren heraus. Wenn Dateien gelöscht werden, dann werden die dazu gehörenden Sektoren in der VTOC als frei gekennzeichnet und der Speicheplatz entsprechend aktuallisiert. Die Daten in den Sektoren der gelöschten Datei bleiben beim Löschvorgang erhalten. Die werden erst bei einem erneuten Schreibvorgang zerstört, wenn der Sektor benötigt wird.

In der VTOC wird jeder Sektor durch ein  Bit repräsentiert. Ein gesetztes Bit heist, der Sektor ist frei, ein gelöschtes Bit, der Sektor ist belegt und kann nicht überschrieben werden. Der Vorteil dieser Methode ist, dass nicht jedes Mal die ganze Diskette nach freien Sektoren durchsucht werden muss, sondern nur in der VTOC nachgeschaut werden muss, das geht schneller.

Die Struktur der VTOC einer Diskette in einfacher Schreibdichte schaut so aus:

  • Byte        0
    =2 Wenn Dos 2.0.
  • Bytes       1 – 2
    Anzahl der ursprünglich freien Sektoren in der VTOC. Rechnet die durch das FMS belegte Sektoren heraus. Sollte also 707 Sektoren für Disketten in einfacher Schreibdichte sein (719 – 3 x Boot Sektoren – 8 x Directory Sektoren – 1 x Sektor für VTOC ).
  • Bytes       3 – 4
    Anzahl der aktuell freien Sektoren.
  • Bytes       5 – 9
    Unbenutzt
  • Bytes       10 – 99
    Belegungstabelle der Sektoren 0 bis 719. 90 Bytes. 90 x 8 Bit/ Byte ergeben 720 Sektoren. Bit 0= Belegt, Bit=1 Frei.
  • Bytes       100 – 127
    Unbenutzt

Disketten die in erweiterter Schreibdichte haben 26 Sektoren je Track. Die Anzahl der Bytes je Sektor bleibt unverändert. Insgesammt gibt es jetzt aber (theoretisch) 1040 Sektoren. Tatsächich vom FMS ansprechbar sind aber nur 1024 Sektoren. Der Grund ist, dass für die Angabe der Sektornummer (nächster Sektor einer Datei) nur 10 Bit zur Verfügung stehen. Damit lässt sich eben nur der Zahlenbereich von 0 bis 1024 abbilden. Weil man den oben beschriebenen Fehler nun mitgeschleppt hat, läuft es mit der Nummerierung, und damit dem Verlust eines Daten- Sektors so:

  • Das Laufwerk nummeriert so: 1 bis 1024
  • Das FMS so: 0 bis 1023

Damit ist Sektor 0 für das Laufwerk ebenfalls nicht vorhanden und Sektor 1024 nicht ansprechbar. Der mitgeschleppte Fehler erweist sich hier aber als nützlich, weil man den Sektor 1024 nun zur Erweiterung der VTOC benutzen konnte.

Struktur der VTOC2 einer in erweiterter Schreibdichte formatierten Diskette

  • Bytes 0 – 83
    Wiederholt die Belegung der Sektoren 48 – 719
  • Bytes 84 – 121
    Belegung für die Sektoren 720 bis 1023
  • Bytes 122 – 123
    Anzahl der aktuell freien Sektoren über Sektor 719. Sollte 303 sein. Sektor 720 ist standartmäsig als belegt gekennzeichnet.
  • Bytes 124 – 127
    Unbenutzt

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VTOC einer Diskette die in einfacher Schreibdichte Formatiert wurde. Die einzelnen Spalten repräsentiren jeweils einen Sektor. Die Angabe „TXX“ bedeutet der Sektor ist belegt. XX ist die Angabe der Dateinummer aus dem Verzeichnis. „EXX“ bedeutet der Sektor wurde freigegeben. Er gehört zu der gelöschten Datei mit der laufenden Nummer XX aus dem Verzeichnis. Weitere Angaben wie „BSC“, „DIR“ und „VTC“ zeigen an, das es sich durch vom DOS belegte System- Sektoren handelt.

Weiterführendes, Quellen

 

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Software Excavation

Disketten haben eine gewisse Halbwertszeit, konkret geht es um meine 5 1/4 Zoll Datenträger aus den Jahren zwischen 1985 bis 1989. 

Vor knapp fünf Jahren habe ich damit begonnen, meine Disketten Sammlung von meinem alten Atari 800 XL mit 1050 Diskettenlaufwerk auf einen aktuelleren Rechner zu übertragen (Datenrettung die Erste). Dafür habe ich das SIO2USB Interface des ABBUC benutzt. Die lange Pause ist einem Defekt am Interface geschuldet, der zum Glück behoben wurde. Die ersten Funktionstests waren so erfolgreich, dass ich die Ausbeute hier einmal kurz vorstellen möchte.

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Eigene „Machbarkeits- Studie“ für ein Platform Spiel, ca. 1987. Das stilisierte Smiley ist ein Player (für Comodore Fans: Ein Sprite). Es lässt sich über die Leitern und Plattformen bewegen, kann herunterfallen und es frißt die Punkte, ganz so wie sein Vorbild, Pac Man….

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Oben: Directory einer bereits auf meine Macintosh übertragenen Disketten. Das Programm zur Anzeige ist eine eigene Entwicklung (atdir, Teil der Read ATR Tools). Es analysiert jede Datei. Das Ergebnis der Analyse wird in der Spalte Sector chain angezeigt. Idealerweise „OK“. die beiden letzten Einträge sind mit „Size!“ markiert. Das bedeutet, Die tatsächlich ermittelte Dateigröße, 9000 Bytes der Datei Disktat.fil passen nicht zu der Anzahl der Sektoren die sie angeblich belegt (es wird 0 angezeigt). Das kann ein Hinweis darauf sein, dass die Datensektoren der Datei vom DOS nicht mehr richtig zugeordnet werden können. Ursprünglich wurde die Datei geschrieben und im Ergebnis stand fest, wie viele Sektoren belegt werden. Diese Information wurde im Directory abgelegt. Das Analyseprogramm hat nun jeden Datensektor der Datei gelesen, die Anzahl der Bytes je Sektor aufaddiert und das Ergebnis mit der Angabe im Verzeichnis verglichen. Selbstverständlich kann die Datei nicht 0 Sektoren belegen, aber 9000 Bytes groß sein.

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Noch ein Beispiel. Die mit „#N“ gekennzeichneten Einträge sind gelöschte Dateien. Wenn die mit „OK“ gekennzeichnet sind, ist die Wiederherstellung trivial. Kurz: Die Datensektoren wurden noch nicht durch andere Dateien überschrieben.

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Das Programm Kong stammt nicht von mir. Es wurde in Atari Basic geschrieben und in einer Zeitschrift zum abtippen veröffentlicht. Heute kaum noch zu glauben, aber, das war in den guten alten Tagen eine verbreitete Art der Software Beschaffung. Heute hat man dafür den Play Store…..

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Das hier ist ein Beispiel für eine Original Diskette, die ich „gerettet“ habe. Der Aufkleber enthüllt, dort ist Pascal Source Code gespeichert. Die Angabe DOS 2.5 Format War extrem hilfreich. Es hätte sich auch eine unter Atari DOS 3.0 beschrieben Diskette handeln können. Beide Formate sind nicht kompatibel. Wenn die Diskette selbst keine DOS.SYS – Datei enthält, also nicht selbständig bootet, dann muss man ausprobieren welche DOS– Version man braucht. Das hält auf, wenn man viele Disketten retten möchte….

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Diskette, die mit Fremdprogrammen gefüllt ist. Ich möchte es mal diplomatisch ausdrücken, die Software stammt vom Schulhof.

Rechts: Inhalt einer „Schulhof“- Diskette. Praktisch, das Auswahlmenü (NANO- DOS). Links im Bild, eigentlich Rescue on Fractalus. Die Cracker- Zene war in den 1980ern – wenigstens in Deutschland – meines Wissens nicht so Mächtig, wie sie es für den C64 war. Geknackte Software wurde nicht wie vom 64er gewohnt mit aufwändigen Intros geschmückt. Eine einfache Änderung des Titels war oft das äusserste der Gefühle….

 

 


Mac SE

Ich beschreiben und sammle hier die aus meiner Sicht besten Ausgangspunkte für eigene Recherchen zum Thema Datenübertragung zwischen der Modernen PC/ Macwelt und den Äpfeln<1990, speziell dem Macintosh SE

Was man hier nicht finden wird ist eine detailierte, eigene und von mir getestete Lösung zu diesem Thema. Der Grund ist, weil ich noch keine gefunden habe die für mich funktioniert. Alle hier verlinkte Quellen geben mehr oder weniger deutlich zu verstehen das man eine Boot Diskette für den Mac 128k/ Mac SE mit einem modernen PC oder Mac nicht erstellen kann, schlicht weil das Physische Format einer 800kB DD Diskette damit nicht les- oder beschreibbar ist. Eine Lösung die zeigt wie man zwischen einem Atari ST und einem modernen Mac Daten via Floppy austauschen kann, findet sich hier im Blog.

Mein vorläufiges Fazit: Man lässt sich die benötigten Disketten am besten von jemandem geben der einen Mac 128k/ Mac SE besitzt. Falls  man noch keinen alten Mac hat, dann sollte man sich einen „moderneren“Mac SE  beschaffen (nahe dem Produktionsende, Ende 1990). Die haben unter Umständen schon 1,44 MB HD Laufwerke eingebaut (Apple bezeichnetet diese Laufwerke als Superdrive). Damit könnte es möglich sein Daten per Diskette mit moderner Hardware auszutauschen, weil Apple bei der Einführung dieser Laufwerke genau das möglich machen wollte. Welche älteren Disketten Formate sich mit einem neuen Mac via USB Floppy lesen/ schreiben lassen wird im folgenden Beitrag genau analysiert und erklärt (das Fazit dort ist aber das Selbe wie ich es hier bereits gezogen habe):

http://lowendmac.com/2016/floppy-disk-compatibility-and-incompatibility-in-the-mac-world/

Status der Verlinkung: Links ohne Angaben zum letzten Aufruf Datum, wurden zuletzt am 2.7.2017 getestet. Bei allen anderen steht’s dabei.


Nützliche Links zum Anfangen:
http://www.ccadams.org/se/
Meine Startseite für den Einstieg in die Welt der Classic Mac’s. Enthält links zu vielen Seiten die hier gelistet sind, fasst vieles daraus zusammen und gliedert es sehr gut.

Boot Disk machen:
http://lowendmac.com/2008/creating-classic-mac-boot-floppies-in-os-x/
Ultimativ! Zeigt wie man mit dem linuxoiden „dd“ Kommando eine Boot- fähige Diskette erstellt.

sudo dd if=~/Desktop/AMIND\ FOREVER\ VOYAGING of=/dev/disk2 bs=84 skip=1

 
http://www.ccadams.org/se/boot.
Umfangreiche Beschreibung. Fast vieles vom dem Zusammen was sich sonst verstreut in Foren oder an anderer Stelle im Netz findet (und erst einmal gefunden werden will!)

http://home.earthlink.net/~gamba2/system6.html
Where to get 800k Floppy’s ?

https://www.fenestrated.net/mac/SysReview/#6.0.8
Which system is right for my 68k Mac?

Trouble Shooter und FAQ’s
http://myoldmac.net/FAQ/allgemeines.htm
Ist die einzige Seite in Deutscher Sprache, die hier verlinkt ist.

Software
http://lowendmac.com/2013/mac-software-links/

Handbücher und technische Dokumentation:
https://www.manualslib.com/manual/1030621/Apple-Macintosh-Se-30.html#manual
Handbuch für den Mac SE/30

http://www.ccadams.org/se/MacSEservice.pdf
Detaillierte Beschreibung zur Fehler Identifikation und Behehebung.

Hard Disk nachrüsten oder durch eine SD Karte ersetzen

https://duxbridge.wordpress.com/2012/01/15/creating-ssd-for-my-macintosh-se30/ 

Dort wird beschrieben wie man mittels IDE zu SCSI Adapter seinem Mac SE eine ssd- Festplatte spendiert. Man findet dort weitere Links zu Seiten auf denen diese Hardware Kombination näher beschrieben wird. Diese Lösung scheint recht teuer! Hier die Angebote aus der elektronischen Bucht.

Links in diesem Abschnitt: Stand 4.11.2o17

Foren
https://68kmla.org/forums/


Live Hack Teil I

Vor kurzem habe ich einmal wieder die Zeit gefunden meine Diskettensammlung zu sichten. Insbesondere die Originale, die ich mir seinerzeits vom Munde abgespart hatte, habe ich mir ganz genau angeschaut.

mein Ziel ist es einen Gedanken weiterzuspinnen den ich in einem älteren Blogeintrag bezüglich der Vergänglichkeit von Kopierschutzmechanismen bei der Migration von Datenträgern auf den PC – zum Zwecke der Weiteren Nutzung mit Hilfe von Emulatoren   – formuliert habe. Der Eintrag findet sich hier.

Das Video oben zeigt, wie eine Diskette (Hacker, Activison) mit einem Analyse Tool (Disk Wizzard II, CAP Software) auf der original Hardware (Atari 800XL + 1050 Disk Laufwerk)  untersucht wird. Im Ergebniss werden die Fehlerhaften Sektoren angezeigt. auf dieser Basis kann nun die Kopierschutzabfrage in der Boot Routine gesucht, gefunden und entfernt werden. Das Problem: Der Nachwelt bleibt zwar die Software erhalten, der Kopierschutz geht aber verloren, spätestens wenn die Original Diskette ihren Geist aufgegeben hat. Letzteres möchte ich verhindern, indem ich meine Disketten inklusive der Informationen zum Kopierschutz auf moderner Hardware archiviere.

Ergänzung:

Der Blogeintrag könnte zu der Annahme verleiten, meine Gedanken zum Tehma Archivierung kopiergeschüzter Disketten sind neu.

Sind Sie nicht!  Auf Atarimania gibt es unter dem Link VAPI (letzter Aufruf 03.04.2016) eine kurze Erklärung zum ATX- Image Format. Eine detaillierte Beschreibung des Aufbaus solcher Images kann man sich hier anschauen (letzter Aufruf 03.04.2016). Eine (ältere) Diskussion im Atari Age Forum zum Thema gibt es dort (letzter Aufruf 03.04.2016). ATX- Images enthalten unter anderem Informationen zu fehlerhaften Sektoren.

Last But not least ist auf der Hompage des AtariMac800 Emulators zu lesen, dass die aktuelle Version VAPI unterstütz.

 

 

 

 

 

 

 

 


Fehlerfreie Disk Images, da fehlt was!

Das Spiel Tomahawk habe ich mir seinerzeit gekauft. Ich musste es nie kopieren.

Eine Sicherheitskopien habe ich nicht gebraucht und wenn ich das heute Spielen möchte, suche ich das Image im Netz und starte es mit einem Emulator.

IMG_0232.JPG

Allerdings, der sportliche Ehrgeiz hat mich gepackt denn, die Diskette ist kopiergeschützt. Versucht man auf der Original Hardware – einem Atari 800 XL – das Kopieren, dann brechen die die von mir bevorzugten Kopierprogramme [1] ab und melden einen Fehler.

Der Grund dafür eine absichtliche Beschädigung des Datenträgers, damit eben nicht kopiert werden kann. Der Fehler wird beim Start von der Software abgefragt, wenn der da ist, dann ist es das Original, wenn nicht, dann handelt es sich um eine Kopie.

Subtilere Schutzmethoden nutzen weniger offensichtliche Fehlerquellen die nicht dazu führen das beim kopieren der Lesevorgang unterbrochen wird. Das sind Fehler die die Hardware des Laufwerkes erkennt, meldet, es aber dem Gerät das die Daten anfordert (unserem Computer) überlässt den auszuwerten und entsprechend zu reagieren. Der Fehler selbst ist physischer Natur, trivial, eine Beschädigung der magnetischen Beschichtung des Datenträgers, der auf dem Original liegt aber nicht kopiert werden kann. Zum tieferen Verständnis empfehle ich die Lektüre von [2].

Fehler als ( wichtige) Metadaten, die bei der Migration auf eine neue Hardware, zum Zwecke der Konservierung, verloren gehen!

Der Kopierschutz lässt sich zwar nachträglich überlisten, Schließlich muss man nur die Stelle im Programm suchen die für die Prüfung verantwortlich ist und entfernen, aber, damit hat man das Original dann endgültig verfälscht.

Künftig lassen sich solche Schutzmechanismen mit einem Emulator oder mittels Analyse des Images nicht mehr studieren.

To Do:

– Original Bootloader analysieren.

– *.ATR Image erzeugen, verhalten im Emulator studieren.

Quellen:

[1] US Copy 4 und Disk Wizzard II

[2] Morison, George (1983): Software Protection Techniques. N.n.:Alpha Systems. PDF bei Atarimania (verlinkt 18.10.2014).

Das Disk Image mit den Programmen zum Buch kann man sich dort herunterladen: Disk Image, Programme zu [2] (verlinkt 1.11.2014)


Das SIO2USB..

…bedienen.

Original Atari Disketten mit dem SIO2USB in ein Image kopieren. In Stichworten führte der folgende Weg am einfachsten zum Erfolg:

  • 1050 Laufwerk. Drive Select auf 2
  • 1050 am Atari Computer anschließen und ausgeschaltet lassen!
  • SIO2USB am 1050 anschließen
  • Computer ein, SIO2USB Shell laden und mit „DOS“ ins Turbo DOS wechseln
  • Die 1050 einschalten, die wird jetzt als D3 erkannt
  • Turbo DOS: „COP“ eingeben. Nacheinander werden jetzt alle Dateien auf D3 – der original Atari Diskette in der 1050 – angezeigt und abgefragt, welche davon kopiert werden soll.
  • Wenn alle Dateien abgefragt sind, folgt die Aufforderung vom Turbo DOS, dass man nun die Zieldiskette einlegen soll. Schalte jetzt die 1050 aus und mounte auf D3 das gewünschte Disk- Image.
  • Mit Taste bestätigen. Die gewählten Dateien werden auf dein Image im SIO2USB kopiert.

Es mag andere Möglichkeiten geben, z.B. die, dass man mit div. Tools komplette Images direkt von der original 1050 aus erzeugen kann. Die oben beschriebene hat für mich jedenfalls am besten funktioniert.

 

 


Datenrettung die Erste…

…ein bisschen umständlich war das ja schon. Zuerst, auf dem Atari einige Dateien von DOS 3 nach Dos 2.x konvertieren, dann das SIO2USB dazu überreden das ganze in ein *.ATR – Image zu schreiben.

Es hat geklappt! Die ersten beiden Programme sind auf den Mac kopiert:

Grottenmolch!
Ein 1986 in Atari Basic geschriebenes Spielchen. Besonderheiten: Die Gegner sind Player/ Missile’s. Dem langsamen Basic ist es geschuldet, dass die sich nur horizontal bewegen. Frei Wählbarer Start- Level und 8 Geschwindigkeitsstufen sind frei wählbar und runden das in sich stimmige Gesamtkonzept ab 🙂 Olschool Highscore Jagd.

Bildschirmfoto 2013-12-18 um 20.32.30

Ein Geschicklichkeitsspiel. Der Source Code verkündet stolz: (C) B.F. 1986

Buch Datei
Basic „Learning by Doing“. Damit habe ich Atari Basic gelernt. Entstehungsjahr: Unbekannt, gewiss ist. Es entstand vor „Grottenmolch“.

Eine Datenbank für Bücher inklusive einem komplett erhaltenem Datensatz. Die Auswahl der enthaltenen Titel zeigt meine frühen Interessen an 6502 Assembler

Eine Datenbank für Bücher inklusive einem komplett erhaltenem Datensatz. Die Auswahl der enthaltenen Titel zeigt meine frühen Interessen an 6502 Assembler

 

 

Bildschirmfoto 2013-12-18 um 20.04.56

Der Source Code zeigt, es wurde mit eindimensionalen Array’s gearbeitet. Steinzeit!