Monatsarchiv: November 2014

Kopierschutz

….hat nichts mit Datenschutz zu tun. Er unterstützt die Schleichenden Vernichtung von Daten und damit dem Informationsverlust kommender Generationen.

Gleichwohl ist es wichtig, dass, wenn ich von mir erhobene Daten und Entwickelte Software – die ich hier einmal mit Daten gleichsetze (Neumann hätte da keine Probleme) – zum Broterwerb nutze, schütze [1].

Der Kopierschutz kommerzieller Spiele, ist mir, schlicht, egal. Nicht weil ich die selten spiele, sondern, weil ich mich frage, was man aus dem Source Code eines am Fliesband produzierten Titels lernen soll, gibt es da versteckte Rafinesse die mich staunend vor den Laptop bannt. Ich glaube nicht!

 

 

 

[1] Bitte bedenken: Schutz in diesem Zusammenhang muss nicht die Soft- oder Hardware mäßige Methode sein, die das übertragen auf ein anderes Medium unmöglich macht. Schutz ist die innere Einstellung derjenigen die das Produkt nutzen und – wenn es sich durchsetzt – ihren Obolus dann gerne freiwillig entrichten. Stichwort Share Ware und Survival of the fittest.

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Die Tücken des Kopier- schützens

Irgendwann wurde damit begonnen Musik CD’s zu schützen. Das Kopieren sollte damit unmöglich gemacht werden. Unschöner Nebeneffekt: Leider waren manche CD’s nicht mehr auf allen Laufwerken lesbar.

Die technischen Hintergründe zu dem o.g. kenne ich nicht, kann mir aber sehr gut vorstellen, dass es da Parallelen zu einem mir sehr gut bekannten Sachverhalt gibt, nämlich dem Kopierschutz von Disketten für die Atari 8- Bit Computer.

Disketten wurden geschützt, indem man auf de Diskette einen Fehler erzeugt hat, der von einer kleinen Routine im Boot Loader abgefragt wurde. Wurde die richtige Fehlerart erkannt, handelte es sich um das Original. Der Trick dabei war das der Fehler beim Kopieren nicht mit übernommen wird. Die Details kann man hier im Blog nachlesen: [1].

Nun gibt es aber ganz unterschiedliche Fehlerarten die das Laufwerk melden kann. Unglücklicherweise hat Atari  bei der Modellpflege der Laufwerke die Fehlercodes geändert. Konkret ist das beim Umstieg vom Atari 810 auf das Atari 1050 Laufwerk passiert. Kopiergeschützter Disketten, die mit dem Atari 810 anstandslos als Originale erkannt wurden, fielen auf dem Atari 1050 als Kopie durch.

Nachzulesen ist das in [2] (letzte Seite: Tech Tipp).

Atari hatte eine überschaubare Anzahl von Laufwerken und Firmware- Versionen (das Betriebsystem des Laufwerkes, im ROM des Laufwerkes fest eingebaut). Wieviele CD Spieler von wie vielen unterschiedlichen Firmen sind wohl auf dem Markt?

Quellen/ Verweise:

[1] Blog Beitrag: Fehlerfreie Disk Images, da fehlt was

[2] N.n (Rev. 0.3, 10/1985): Atari 1050 Disk Drive Field Service Manual, N.n.:Atari. PDF bei Atarimania (verlinkt 1.11.2014).