Brian Kernighan and the birth of the Unix operating system.

Der CoRecursive– Podcast [1] hat ein interview mit Brian Kernigan zu dem oben genannten Thema veröffentlicht.

[1] Heimseite des CoRecursive Podcast.


Atari 8- Bit Software Collection, oder: Meine Jugendsünden

Der drohende Lockdown weckt die Sehnsucht nach vergangenen, wohlbeordneten Zeiten. Angefangen habe ich in den 80er Jahren des letzten Jahrhunderts. Ich habe alle jene Dinge die ich mit meinem Atari Computer programmiert, geschrieben, gezeichnet oder abgetippt habe auf GitHub veröffentlicht.

Das Repository findet man dort:

Atari 8- Bit Software Collection


Basic 10Liner Contest 2020

Ziel des titelgebenden Wettbewerbes ist es in maximal 10 Zeilen Basic Code ein Spiel oder eine Demo zu programmieren. In diesem Jahr habe ich mit einem Bietrag in Atari Basic daran teilgenommen. Die Heimseite des Wettbewerbes mit der Übersicht über alle Beiträge habe ich unter [1] verlinkt.

Das disk image des Spiels kann man sich dort herunterladen: Racer on GitHub.

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Basic Games

Mein erster Computer war ein Atari 600XL mit Datasette und einem Quickshoot II– Joystick. Günstige Software gab es zum abtippen. Als Datenträger dienten diverse Zeitschriften. Ich habe mich spontan dazu entschlossen, alte Erinnerungen zu wecken und hier ein paar Spiele, programmiert in Atari Basic, vorzustellen, die mir besonders gut gefallen haben.

Die Reihenfolge beliebig, so  wie mir die Spiele gerade eingefallen sind. Es handelt sich ausnahmslos um Programme die ich seinerzeit abgetippt oder auf getauschten Kassetten bekommen habe. weiterlesen


Lite Dos

Mr. Atari hat ein DOS entwickelt das nur 2 kB Speicher belegt.

Wenn man das original Atari Basic eingeschaltet hat, dann bleibt beim Aufruf des DUP (eine einfache shell mit diversen Utility’s) der Quellcode erhalten.

Der Download steht dort zur Verfügung: Mr. Atari (letzter Aufruf: 5.1.2020)

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Lite Dos, Homepage und im Emulator.

 


Joe Decuir

Antic, the Atari 8- Bit Podcast hat ein Interview mit Joe Decuir, Mitentwickler der Hardware der Atari 400/ 800 Computer, veröffentlicht [1]. Das Interview fand im Rahmen der Portland Retro Gaming Expo statt. geführt hat es Kevin Savez.

Ich habe ca. 1984 meinen ersten Computer bekommen, es war ein Atari 600 XL mit 16 Kilobyte Speicherkapazität. Später bin ich auf seinen großen Bruder, den 800 XL umgestiegen. Der hatte dann schon ganz 64 Kilobyte. Die XL– Reihe war die zweite Generation 8- Bit Maschinen die Atari auf den Markt gebracht hat. Betriebssystem und Hardware entsprachen weitgehend der ersten Generation, dem Atari 400 beziehungsweise dem Atari 800.

Wenn man sich heutzutage die Leistungswerte dieser Historischen Modelle anschaut, dann kann man sich eigentlich nur wundern, was man damit angefangen hat. Mir selbst ist aber mit den Jahren klar geworden, dass Atari mit dem 400/ 800, Ende der 1970er Jahre eine überragende Hardware mit einem extrem eleganten Betriebssystem auf den Markt gebracht hat. Im Interview wird das angesprochen und der historische Kontext hergestellt. Mitbewerber um den Konsumenten waren unter Anderem die Modelle der Firma Apple ][, der TRS 80 und der Commodore PET. Gegenüber den letzteren bot Atari Farbgrafik und echten Sound (von den drei genannten hatte wenigstens der Apple ][ Farbgrafik mit einer annehmbaren Bildschirmauflösung, es fehlte aber an der umfangreichen Hardware Unterstützung die der Atari bot). Im Interview wird dazu betont, dass die Erfahrungen aus der Entwicklung der Arcade- Maschinen von Atari mit in die Hardware der kleinen Computer eingeflossen ist. Als Beispiel wird das Hardware- Scrolling genannt. Zur vertikalen oder horizontalen Bewegung des Bildschirminhaltes muss nicht der gerammt Bildschirmspeicher geändert werden, sondern nur ein Hardware Register (für das Fein- Scrolling) und der Zeiger auf den Bildspeicher im RAM. Das geht extrem schnell und sorgt für butterweiches, Pixel– beziehungsweise Color- Clock* Genaus Scrolling.

Neben dem Interview wurden noch die auf dem Internet Archive veröffentlichen Design Dokumente von Joe Decuir verlinkt. Was möchte man mehr?

[1] Antic, the Atari 8- Bit Podcast: Special Episode, Atari 800 Series, 40 Years.
[2] Joe Decuir. Engineering Notebook 1977(Internet Archive).
[3] Joe Decuir. Engineering Notebook 1978 (Internet Archive).

*Color Clock: Ein Pixel hat eine bestimmte Höhe und eine bestimmte Breite. Auf modernen Geräten wird die Größe eines Pixels durch die Auflösung des Bildschirms bestimmt. Auf einem Röhren- Monitor ist ein Pixel etwas das vom Raum und der Zeit abhängt. Auf einem Röhren Monitor wird das Bild zeilenweise Aufgebaut. Der Elektronenstrahl beginnt oben Links, läuft Zeile für Zeile über den Schirm (ähnlich wie der Druckkopf eines Tintenstrahldruckers) und beginnt das Selbe Spiel von vorne, wenn er die rechte, untere Ecke erreicht hat. Die Höhe eines Pixels wird durch die Physische Höhe einer Bildschirmzeile – also der Höhe des Elektronenstrahles selbst -festgelegt, die Breite von der Zeit die man dem Elektronenstrahl gibt einen bestimmten Teil der Bildschirmzeile auf seinem horizontalen Weg einzufärben. Die minimale Breite eines Color- Clocks und damit die höchste horizontale Auflösung, hängt davon ab, wie schnell die Information Strahl ein/ Strahl aus an die Hardware gesendet werden kann. Je mehr Zeit dafür verbraucht wird, desto breiter wird der sichtbare Bildpunkt. Daher Color (Farbe) und Clock (Uhr bzw. Takt).


Atari Pac Man Source Code

Der Source Code von (Atari) Pac Man für die Atari 8- Bit Computer wurde veröffentlicht. Go, Play!

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[1] Atari Wiki.Der Source Code in einer unter der WUDSN- IDE kombilierbaren Form und eine Version die mit dem Atari Macro Assembler [3] bearbeitet werden kann.
Es sind Versionen veröffentlicht die von Roklan, Datasoft und von Atari vermarktet wurden.

[2] Antic, The Atari 8- Bit Podcast. Episode 61. Dieser Podcast hat mich auf die Veröffentlichung unter [1] aufmerksam gemacht.

[3] Atari Macro Assembler, Beispiel Sitzung.


Wander

Wander kann mit einiger Sicherheit als eines der ersten Textadventure Spiele bezeichnet werden.

Lauffähige Versionen von Wander (Peter Langston) gibt es bereits seit 1974, also ein Jahr bevor Adventure (Crowther/ Woods) das Licht der Computerwelt erblickte. Unter [1] wurde die Entdeckung ursprünglich erwähnt, der Blogeintrag unter [2] bezieht sich darauf und nennt weitere Hintergrundinformationen und enthält Download- Links zu unterschiedlichen Source- Code Versionen des Spieles, die von Peter Langston zur Verfügung gestellt wurden.

Wander ist nicht nur ein reines Textadventure, sondern ein sogenanntes World Building Tool das, so ist es unter [1] beschrieben, Datenbanken als Welten nutzt. Wie es scheint, gibt es mehrere Spiele die unter Wander ausgeführt werden können.

[1] Renga in Blue, Lost Mainframe Games (Jason Dyer).
[2] Retroactive Fiction A lost Mainframe game is found.

Nachtrag
Ich habe mir den Source- Code zu Wander inzwischen von Quelle [2] heruntergeladen. Die sogenannte „third version“ – die Peter Langston zur Verfügung gestellt hat –  lässt sich anstandslos unter Mac OS 10.13.6 „High Sierra“ kompilieren.

 

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Wander, „third Version“ auf meinem Mac unter Mac OS 10.13.6.


Type in Mania

Der Titel dieses Artikels ist gleichzeitig der Name eines wunderbaren Blogs, das sich mit den Abtippen- Listings der frühen 1980er Jahre beschäftigt.

Der Blog findet sich dort.

Jedes Listing wird ausführlich beschrieben. Nicht nur die technische Seite, sondern auch seine Herkunft. Der Autor konzentriert sich dabei vor allem auf – mindestens in Deutschland – weniger bekannte Zeitschriften und Programme für Computer die hierzulande nicht ganz so verbreitet waren. Unter Anderem Japanische Modelle die in Europa nicht vermarktet wurden und die Modelle der Firma Tandy, in Deutschland zwar im Vertrieb, aber, ab Mitte der 1980er Jahre eher als Auslaufmodell, von der Presse und Softwareindustrie nur noch relativ wenig beachtet.

Wer sich für die Computer Scene in Japan interessiert sollte den Blog also auf jeden Fall besuchen. Es finden sich einige Listings aus den einschlägigen Magazine. Ein Highlight ist ein Artikel (inklusive Video) in dem der Versuch unternommen wird, das erste „Stealth Game“ zu finden [1].

[1] Shoplifting Boy, the first Stealth Game?


KWEST PD Library

Russ Campbell hat die Programm- Bibliothek der Kitchener/ Waterloo Eight Sixteen Thirty Two Atari Users Group in Ontario, Canada auf der Facebook Gruppe Atari 8-bit Computers veröffentlicht.

Die Dateigröße beträgt stolze 7 MB (ZIP- Archiv). Ich habe mir die Sammlung heute Abend heruntergeladen und „Stichproben“ genommen. Neben einer Interpretation des allseits bekannten Tetris finden sich weiter Adaptionen bekannter Titel, Star Trek beispielsweise.

Zum Download geht es hier
 

[1] Wikipedia: Kitchener, Ontario
[2] Fundstücke der KWEST im Netz: Meetup 1992.

Alle Links in diesem Artikel, zuletzt aufgerufen am 14.6.2019